{"id":3288,"date":"2007-08-17T08:13:35","date_gmt":"2007-08-17T06:13:35","guid":{"rendered":"http:\/\/goerdeler.lspb.de\/wordpress\/gruendung-1967\/"},"modified":"2016-02-29T14:20:12","modified_gmt":"2016-02-29T13:20:12","slug":"gruendung-1967","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/goerdeler.lspb.de\/wordpress\/home-2\/schulgeschichtliches\/gruendung-1967\/","title":{"rendered":"Schulgr\u00fcndung 1967"},"content":{"rendered":"<div align=\"left\">\n<p>Lehrer und Sch\u00fcler str\u00f6men wie jeden Morgen von montags bis freitags in Scharen zur Schule \u2013 sowohl mit Bus, Fahrrad und PKW als auch zu Fu\u00df. Nach dem zweiten Klingeln um 7.50 Uhr ist der Schulhof menschenleer, und in dem riesig gro\u00dfen Schulgeb\u00e4ude wird unterrichtet. Sprachen, Naturwissenschaften und andere F\u00e4cher werden in den Klassen- und Fachr\u00e4umen mit den dazugeh\u00f6rigen Unterrichtsmaterialien gelehrt.<\/p>\n<\/div>\n<p>So sieht der Schulalltag heute aus, doch wie hat alles angefangen?<\/p>\n<h2>Neugr\u00fcndung<\/h2>\n<p>Warum entstand neben den Gymnasien \u201ePelizaeus\u201c, \u201eReismann,\u201c \u201eTheodorianum\u201c und \u201eSt. Michael\u201c noch ein Gymnasium in Paderborn?<\/p>\n<p>In der BRD wurde in den 60er Jahren f\u00fcr Bildung geworben: zu wenig Jugendliche besuchten damals weiterf\u00fchrende Schulen. In weiten Schichten des B\u00fcrgertums und der Arbeiterschaft, vor allem auf dem flachen Land in den D\u00f6rfern, ruhte noch gro\u00dfes Bildungspotenzial, das geweckt und gef\u00f6rdert werden sollte. Die Werbung war auch in Paderborn erfolgreich. M\u00e4dchen und Jungen str\u00f6mten zu den Gymnasien, die bald \u00fcberf\u00fcllt waren. Nur eine neue Schule konnte die alten entlasten.<\/p>\n<h2>Neubau<\/h2>\n<p>Die Stadt Paderborn beschloss im M\u00e4rz 1966, neben dem Reismann-Gymnasium an der Goerdelerstra\u00dfe noch ein zweites st\u00e4dtisches Gymnasium zu bauen.<\/p>\n<p>Der Westen Paderborns war bis dahin noch unterversorgt und au\u00dferdem musste gen\u00fcgend Freifl\u00e4che gefunden werden. Da die Goerdelerstra\u00dfe diesen Platz bot, konnten im Laufe der Jahre alle Geb\u00e4ude und Sportanlagen gebaut werden. Das \u201eGoerdeler\u201c wurde das erste koedukativ gef\u00fchrte Gymnasium in Paderborn. Zum einen sollte es die beiden M\u00e4dchen- und Jungenschulen entlasten, zum anderen lag man damit im Trend der Zeit: fast alle Schulen stellten auf Koedukation um.<\/p>\n<h2>Der Start \u2013 7. September 1967<\/h2>\n<p>Der erste Schultag war am 7. September 1967 und der Unterricht wurde mit zwei \u201eF\u00fcnferklassen&#8220; aufgenommen. Da der vorgesehene Neubau zu diesem Zeitpunkt sich gerade in der ersten Ausbauphase befand, bezog das Gymnasium zuerst ein Provisorium (Pavillon-Bauten) an der Erzbergerstra\u00dfe neben der \u201eSt. Georg-Volksschule\u201c.<\/p>\n<h2>Aller Anfang ist schwer<\/h2>\n<p>Der Rat der Stadt Paderborn hatte am 15. Juni 1967 den neuen Schulleiter Herrn Alfons Kohstall gew\u00e4hlt, der dann mit den konkreten Vorbereitungen f\u00fcr den Neuanfang beginnen konnte. Die notwendigen Unterrichtsmaterialien wurden rechtzeitig zur Verf\u00fcgung gestellt. Schwieriger war es jedoch, die erforderlichen Lehrer f\u00fcr alle F\u00e4cher zu bekommen, denn damals herrschte ein gro\u00dfer Lehrermangel, weil nicht gen\u00fcgend Lehrer von Hochschulen oder Universit\u00e4ten kamen. So k\u00e4mpfte jede Schule um ihre Lehrer, und dem Goerdeler gelang es schlie\u00dflich, eine komplette \u201eMannschaft\u201c bis zum Tag X zusammen zu bekommen.<\/p>\n<p>Ein anderes Problem ergab sich, weil der Neubau nicht p\u00fcnktlich fertiggestellt werden konnte. Am 10.6.1969 wurde mit dem Bau der Schule begonnen, der Rohbau sollte bis Jahresende 1969 fertig sein, die Schule im September 1970. Aber ein fr\u00fcher und langer Winter sowie Stahlmangel brachten die entscheidenden Verz\u00f6gerungen. Das Westfalenblatt ver\u00f6ffentlichte am 21.10. 1970 einen Artikel mit der \u00dcberschrift \u201eProtest gegen \u201aewige Baustelle\u2019 \u2013 Eltern wollen demonstrieren, wenn Gymnasium-Neubau-Fertigstellung bis 16.8. 1971 nicht garantiert wird\u201c. Im Nachhinein erschien es allen fast wie ein Wunder, dass der Neubau tats\u00e4chlich zu diesem Datum bezogen werden konnte.<\/p>\n<h2>Die endg\u00fcltige Bleibe \u2013 Goerdelerstra\u00dfe<\/h2>\n<p>Im Schuljahr 1971\/72 war das Gymnasium zwar auf 4-Z\u00fcgigkeit angelegt, konnte aber trotzdem die 203 Neuanmeldungen nicht verkraften und musste einige ablehnen. Man empfahl den Eltern, die in den \u00f6stlich gelegenen Gemeinden wohnten, andere Paderborner Gymnasien auszusuchen. Das l\u00f6ste aber schwere Proteste aus. Schlie\u00dflich gelang es dann aber doch, nur vier, allerdings sehr volle Klassen (40+10%) zu bilden.<\/p>\n<p>Der Neubau wurde bezugsfertig, man konnte aber noch nicht alle Fachr\u00e4ume zu Verf\u00fcgung stellen. Inzwischen war es gelungen, die Verkehrsanbindungen zum \u201eGymnasium auf der gr\u00fcnen Wiese\u201c einigerma\u00dfen ausreichend zu regeln. Die Dreifach-Sporthalle, wie sie damals keine Schule in Paderborn und auch in der weiteren Umgebung aufweisen konnte, war ein besonderes Markenzeichen. Paderborner Sportvereine begr\u00fc\u00dften ebenfalls ihre Fertigstellung, um sie am Nachmittag und Abend zu nutzen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div align=\"left\">\n<p>Tobias L\u00fcthen<br \/>\n<sup>(basierend auf einem Interview mit Herrn Kohstall, dem ersten Schulleiter des Goerdeler-Gymnasiums) <\/sup><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lehrer und Sch\u00fcler str\u00f6men wie jeden Morgen von montags bis freitags in Scharen zur Schule \u2013 sowohl mit Bus, Fahrrad und PKW als auch zu Fu\u00df. Nach dem zweiten Klingeln um 7.50 Uhr ist der Schulhof menschenleer, und in dem riesig gro\u00dfen Schulgeb\u00e4ude wird unterrichtet. 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