Tag 1 und Anreise – Ankunft, traditionelle „Fika“ und erste Einblicke in den Schulalltag

Vom 8. bis 13. März 2026 durften wir als sechs Schüler:innen aus der EF und Q1 an der Erasmus+ Gruppenmobilität am Bromma Gymnasium in Stockholm teilnehmen. Im Zentrum stand das Thema „Youth Enterpreneurship“, wobei wir gemeinsam mit schwedischen Schüler:innen in den Ausausch über Ideen, Projekte und Konzepte von Schüler:innenfirmen kommen konnten.

Nach der ersten Nacht in unseren Gastfamilien wurden wir in der Schule von der Schulleiterin begrüßt und mit einem herzlichen „Välkommen“ empfangen.
Danach haben die schwedischen Schüler uns in einer Präsentation einen interessanten Einblick in ihre Stadt, das Land und das schwedische Schulsystem gegeben.
Anschließend konnten wir einen schwedischen Brauch direkt selbst erfahren. Bei der traditionellen „Fika“ konnten wir mit Getränken und Gebäck ins Gespräch kommen, uns besser kennenlernen und gemütlich in den Tag starten.

Nach der Begrüßung ging es sofort weiter: Unsere schwedischen Austauschschüler haben uns durch die Schule geführt. Dabei sahen wir sowohl die Aufenthaltsräume als auch die Fachräume. Besonders gefallen hat uns die Bibliothek, in der die Schüler:innen ihre Pause verbringen und lernen können.

Schließlich durften wir noch in den Mathematikunterricht reinschnuppern und wurden direkt in die Gruppenarbeit eingebunden. Es hat Spaß gemacht den Unterricht selbst miterleben zu können und mit anderen Schüler:innen zusammen zu arbeiten.
Zum Abschluss des Schultages gab es Mittagessen in der Schulmensa, wobei wir die schwedische Essenkultur testen und neue Kontakte knüpfen konnten.
Am Abend besuchten wir in unserer Freizeit noch die Strawberry Arena, um ein Fußballspiel des schwedischen Fußballvereines AIK anzuschauen.

Tag 2 – Einblick in die schwedischen Schülerfirmen („Ung Företagsamhet“)

Am Nachmittag bekamen wir einen Einblick in die schwedischen „Ung Företagsamhet“-Schülerfirmen. Dabei stellten die Schüler:innen ihre eigenen Geschäftsideen und Produkte vor. Da jede Schülerin und jeder Schüler in Schweden in einer Gruppe für ein Jahr – und falls es Spaß macht, auch gerne länger – ihre eigene Schülerfirma betreiben, war die Auswahl, die uns gezeigt wurde, sehr vielfältig. Die Firmen hatten dabei unterschiedliche Schwerpunkte. Besonders beeindruckend war, wie kreativ und professionell viele der Projekte umgesetzt wurden. So wurde uns zum Beispiel eine eigene Gewürzsoßenmarke vorgestellt. Danach durften wir selbst designte und hergestellte Haarbänder einer anderen Firma anprobieren. Auch besonders im Kopf hängen geblieben ist uns eine Firma, die mittels einer App Trainingsstunden für diverse Sportarten anbietet. Gleichzeitig lernten wir, dass die Schüler:innen dort erfahren, wie man ein eigenes Start-up gründet, organisiert und für ein Jahr finanziert. Unterstützt werden sie dabei von einem persönlichen Berater, der bei Fragen hilft. Nach den Präsentationen gab es dann schließlich viele, verschiedene Gespräche, in denen wir mit den schwedischen Schüler:innen Erfahrungen ausgetauscht haben und noch viel lernen konnten.

Die meisten Firmen werden nach einem Jahr wieder geschlossen, da der Fokus vor allem auf dem Sammeln von Erfahrungen liegt. Im Vergleich zu unserer Schülerfirma gibt es dabei einen großen Unterschied: Während wir Produkte hauptsächlich weiterverkaufen, entwickeln und produzieren die schwedischen Gruppen ihre Produkte selbst.

Tag 3 – Kulturprogramm in Stockholm: Von Wikingern, Stadtgeschichte und ABBA

Am Dienstag besuchten wir das örtliche Wikingermuseum und lernten einiges über die Ausbreitung und das Leben dieser Stämme. Wir durften auch die traditionellen Rüstungen tragen und Nachstellungen von Schiffen sowie Hütten betreten. Uns wurde außerdem eine Fahrt mit einer Lore durch eine Ausstellung geboten. Diese Ausstellung zeigte eine Geschichte von Wikingern. Zudem hatten wir eine geführte Führung inklusive eines Mittagsessen in Stockholm. Das besondere war, dass die Führung von unseren schwedischen Austauschschülern geplant wurde. Sie hatten ein fundiertes Wissen über die Stadt und ihre Geschichten. Danach trennten wir uns vorerst von unseren schwedischen Austauschschülern und besuchten das ABBA-Museum.  Wir konnten nicht nur neues über die schwedische Band lernen, sondern auch vieles selbst ausprobieren.

Tag 4 – Unternehmertum in der Praxis

Am vierten Tag ging es vor allem um Unternehmertum und darum, wie junge Menschen eigene Ideen entwickeln und umsetzen können. Zuerst besuchten wir Almi, eine schwedische Organisation, die Start-ups und neue Unternehmensideen unterstützt. Dort erfuhren wir, wie Unternehmen in Schweden gefördert werden, welche Rolle Start-up-Kapital spielt und warum eine gute Idee allein oft noch nicht reicht. Besonders interessant war, dass es nicht nur um Geld oder Zahlen ging, sondern auch um Kreativität, Mut und die richtige Unterstützung.

Direkt danach besuchten wir die UF-Mässan in der Mall of Scandinavia. Dort stellten schwedische Schülerinnen und Schüler ihre eigenen Projekte und Geschäftsideen vor. Die Ausstellung war sehr vielfältig und beeindruckend, weil man sehen konnte, wie viel Arbeit und Überlegung in den einzelnen Ideen steckte. Manche Projekte waren besonders innovativ, andere nachhaltig oder praktisch für den Alltag. Spannend war auch, wie selbstbewusst die Schüler ihre Ideen präsentierten. Insgesamt war es ein inspirierender Einblick, weil man gesehen hat, was junge Menschen mit Kreativität, Teamarbeit und Motivation auf die Beine stellen können.

Zum Abschluss des Tages übernachteten wir alle gemeinsam bei einem unserer Austauschschüler. Das war ein schöner Abschluss, weil wir noch einmal Zeit als Gruppe verbringen konnten.Am nächsten Tag mussten wir uns schließlich von unseren Austauschschülern verabschieden. Auch wenn die Zeit schnell vergangen ist, sind viele schöne Erinnerungen entstanden. Umso mehr freuen wir uns darauf, sie noch dieses Jahr bei uns in Deutschland wiederzusehen und herzlich zu empfangen.

Vi ses snart! (Das bedeutet: Wir sehen uns bald!)

Text / Fotos: Alexandra Leithäuser, Amelie Fox, Bjarne Wibbing, Kevin Cao, Ansgar Ludwig und David Höschen