
Am Goerdeler-Gymnasium wurde am 4. Juli 2026 ein wohl einzigartiger Abiturjahrgang feierlich verabschiedet. Unsere Schule war als sogenanntes Bündelungsgymnasium in diesem Jahr das einzige städtische Gymnasium, an dem es Abiturprüfungen gab. Wegen der Umstellung von G8 zu G9 gibt es in NRW in diesem Jahr nur sehr wenige Abiturienten.
Auch bei uns war die Jahrgangsstufe kleiner als üblich: 47 Schüler:innen legten erfolgreich die Abiturprüfungen ab. Das an die schwedische Popband ABBA angelehnte Jahrgangsmotto „ABBI – The winner takes it all“ begleitete metaphorisch den Wortgottesdienst in der Johanneskirche und die Redebeiträge bei der anschließenden Entlassfeier in der Schulaula.
Im Gottesdienst standen in Texten und Liedern Dankbarkeit für das Zurückliegende, Freude über das Erreichte und insbesondere die Zusage Gottes, weiter Wegbegleiter zu sein, im Mittelpunkt. Die Abiturient:innen empfingen rund um den Altar stehend den Segen für ihren weiteren Lebensweg.



Mit dem „Gateway March“ eröffnete die Big Band unter Leitung von Ildiko Keikutt-Licht klang- und schwungvoll den sich anschließenden Festakt in der Aula.
Marie-Christin Kumlehn und Oberstufenkoordinator Sven Kost, die als Beratungslehrkräfte die Schüler:innen in den letzten drei Jahren begleitet hatten, gingen auf die Besonderheiten dieses Jahrgangs ein. Aus einer organisatorischen Entscheidung der Bezirksregierung, das Goerdeler als Bündelungsgymnasium einzurichten, sei eine Erfolgsgeschichte geworden. Die Schülerinnen und Schüler, die vor drei Jahren von ganz vielen unterschiedlichen Schulen gekommen waren und sich nicht wie andere Jahrgänge seit der fünften Klasse kannten, seien zu einer Gemeinschaft geworden, die es in vielerlei Hinsicht schwerer gehabt habe und deshalb besondere Anerkennung verdiene.
Als Elternvertreterin beglückwünschte Frau Markussen die Absolventen und gab ihrer Dankbarkeit an alle Wegbegleiter Ausdruck. Mit den Titeln verschiedener ABBA-Songs zeichnete sie einige Stationen des Jahrgangs nach und verdeutlichte, wie aus anfangs zufällig zusammen gewürfelten Fremden eine Gemeinschaft geworden sei. Und das sei es auch, was zähle und bleibe: nicht die Noten, sondern die Menschen.
Michael Homann und Basel Allahib ließen für die Jahrgangsstufe einige Erinnerungen Revue passieren und machten deutlich, dass das Goerdeler nicht nur als Schulort des Bündelungsjahrgangs, sondern vor allem als Lebensraum geprägt habe, in dem die Menschen im Mittelpunkt standen und Freundschaften gewachsen seien.






Schulleiterin Manuela Ziemer begrüßte zusammen mit Stephan Hauk als ihrem Stellvertreter die Abiturientia samt Familien zum „Goerdeler Vision Song Contest“. Mit Bezug auf verschiedene eingespielte ABBA-Titel verdeutlichten sie Erfahrungen, Fähigkeiten und Kompetenzen sowie Wünsche für die Zukunft der jungen Menschen. Und schließlich vergaben sie, ganz wie beim europäischen Liederwettbewerb, dem Jahrgang 2026 „twelve points, douze points, zwölf Punkte für Mut, Ausdauer, Kreativität, Solidarität, Zuverlässigkeit, Freundlichkeit, Aufgeschlossenheit und Toleranz.“





Mit der Aushändigung der Abiturzeugnisse durch die Schulleiterin und Oberstufenkoordinator Sven Kost erhielten die Schüler:innen schließlich das wichtigste Zeugnis ihrer Schullaufbahn. In kleinen Gruppen nahmen sie zu ihrer Wunschmusik Dokumente und Glückwünsche entgegen. 13-mal durfte dabei zu einem Einser-Schnitt gratuliert werden – und einmal zur Traumnote 1,0.
Blumenkinder aus der Klasse 5e überreichten den Abiturient:innen im Namen der Schulgemeinde Fairtrade-Rosen.
Nach dem Ende der Veranstaltung nahmen sich die Gäste noch Zeit, auf das besondere Ereignis mit einem Glas Sekt anzustoßen und Gespräche mit Freunden, Familie und Lehrkräften zu führen. Der Abiball auf Gut Ringelsbruch beschloss am Samstagabend die Feierlichkeiten.

Text: N. Lamberty-Freckmann
Fotos: N. Lamberty-Freckmann / I. Lehnert


















