Erprobungsstufe am Goerdeler-Gymnasium-1

Die Mind Map bietet einen Überblick über die Erprobungsstufe am Goerdeler-Gymnasium.
Dem Schulprogramm können Sie genauere Informationen über die einzelnen Bausteine entnehmen.

Begleiteter Übergang

Unsere Schülerinnen und Schüler der neuen Jahrgangsstufe 5 werden schon vor den Sommerferien zu einem Kennenlern-Nachmittag eingeladen und können sich mit der zukünftigen Schule vertraut machen. Für einen guten und sanften Übergang von der Grundschule zum Gymnasium sorgt ein besonderer Plan in der ersten Schulwoche. Fachunterricht sowie zahlreiche Klassenleitungsstunden mit Methodentraining und Sozialem Lernen finden ihren Abschluss in einem gemeinsamen Wandertag.

Eine erste Klassenfahrt findet zu Beginn der Jahrgangsstufe 6 vor den Herbstferien statt. Nach Absprache des Jahrgangsstufenteams findet diese entweder als dreitägige Fahrt der gesamten Jahrgangsstufe oder als Einzelfahrt der jeweiligen Klassen statt. Über die eigene Zimmergruppe hinaus wird bei gemeinsamen Unternehmungen und Mahlzeiten der Zusammenhalt der Klassengemeinschaft gefestigt. Als Fahrt einer ganzen Jahrgangsstufe wird gleichzeitig der Blick geweitet auf die Schülerinnen und Schüler der Parallelklassen, die z.T. bereits im Religionsunterricht oder Praktischer Philosophie zu Mitschülern geworden sind.

Pädagogische Einheit

Die Klassen 5 und 6 bilden als Erprobungsstufe eine besondere pädagogische Einheit, in der die Lehrerinnen und Lehrer die Kinder vor dem Hintergrund der Lernerfahrungen in der Grundschule an die Fächer und Lernangebote, Unterrichtsmethoden, Anforderungen sowie Überprüfungsformen des Gymnasiums heranführen. Die beteiligten Fachlehrer arbeiten in enger Kooperation und tauschen sich regelmäßig über die Entwicklung der Schülerinnen und Schüler aus. Die Fachkollegen der Parallelklassen orientieren sich am gemeinsam entwickelten Leistungskonzept und schaffen Vergleichbarkeit und Transparenz hinsichtlich der Leistungsanforderungen.

Unabhängig von den Profilschwerpunkten werden am Goerdeler-Gymnasium alle Fächer der Stundentafel unterrichtet. In Klasse 6 kann zwischen Latein und Französisch als zweiter Fremdsprache gewählt werden.

Gestaltung der Lernumgebung

Die Klassenräume der Jahrgangsstufen 5 und 6 bleiben über zwei Jahre hinweg bestehen. Die Schülerinnen und Schüler werden dort schon am Kennenlern-Nachmittag von ihrem Klassenleitungsteam empfangen. Zur Schaffung einer positiven Lernatmosphäre sind die Räume hell und freundlich gestaltet und sind mit Regalsystemen ausgestattet, die den Schülerinnen und Schülern das geordnete Aufbewahren ihrer persönlichen Arbeitsmittel erlaubt. Individuelle Gestaltungselemente wie Plakate oder Bilder geben Einblick in die aktuellen Themen und Arbeitsergebnisse der Lerngruppe. Die Anordnung der Tische ermöglicht es, kooperative Lernformen regelmäßig einzusetzen.

Soziales Lernen

Für eine Stunde in der Woche steht im 5. Schuljahr das Projekt „Soziales Lernen“ auf dem Stundenplan. Gemeinsam mit der Klassenleitung erfolgen hier Übungen zur Persönlichkeitsstärkung und zur Entwicklung der Klassengemeinschaft. Dies trägt dazu bei, die Verantwortung unserer Schüler für sich selbst und andere zu fördern. Langfristig wird dadurch auch die Arbeitsproduktivität der Lerngruppe gesteigert. 

Individuelle Förderung und Lernberatung

Ein intensiver Austausch mit den Eltern der Schülerinnen und Schüler erfolgt in der Erprobungsstufe insbesondere durch das Klassenleitungsteam. Mitteilungen im Schulplaner, regelmäßige Gespräche, Elternabende und Pflegschaften sowie Informationen über besondere Vereinbarungen innerhalb der Klasse schaffen ein Klima der Verbindlichkeit und des Vertrauens. Mit begabungsdifferenzierten Maßnahmen unterstützen wir die Entfaltungsmöglichkeiten jedes Einzelnen. Hierzu zählen z.B. die binnendifferenzierenden Maßnahmen im Fachunterricht, das Projekt „Chancen der Vielfalt“ zur Förderung der Sprachkompetenz, die Hausaufgabenbetreuung, das Projekt „Schüler helfen Schülern“ und Wettbewerbe.

Auch die individuelle Förderung besonders begabter Schüler ist uns ein erklärtes Anliegen. Ihnen werden vielfältige Möglichkeiten zur Entfaltung ihrer Potentiale angeboten, u.a. durch Drehtürmodellarbeit, Parallelfachkurse und die Möglichkeit des Überspringens. 

Methoden- und Medienkompetenz

Der Unterricht der Erprobungsstufe knüpft an die Unterrichtsformen und die Methodenschulung in der Grundschule an. Im Kontext des Projektes „Soziales Lernen“, an speziellen Methodentagen und im jeweiligen Fachunterricht werden Methoden zur Aufbereitung des Lernstoffes sowie Lernstrategien vermittelt und vertieft sowie Formen kooperativen Lernens eingeübt. Als Beispiele seien die 5-Gang- Lesemethode, Mindmapping, Präsentationstechniken, Projektarbeit, Stationenlernen und Portfolioarbeit genannt. Ziel ist es, die Schülerinnen und Schüler zu mehr Selbstständigkeit und kooperativem Arbeiten zu erziehen. Besonderen Wert legen wir auch auf den Umgang mit modernen Medien. Kontinuierlich werden alle Schülerinnen und Schüler in die Bereiche Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und gezielte Internetnutzung eingeführt.

BläserKlasse

Im zweijährig angelegten BläserKlassen-Projekt erlernen die Kinder in Kooperation mit der Städtischen Musikschule ein von der Schule ausgeliehenes Blasinstrument (z.B. Flöte, Saxophon, Klarinette, Posaune oder Trompete). Von Anfang an steht das gemeinsame Musizieren in der „Klassenband“ im Vordergrund. Neben Spaß am Instrumentalspiel und dem Klangerlebnis werden hier Teamgeist, Konzentrationsfähigkeit und Anstrengungs-bereitschaft geschult.

Naturwissenschaft-Klasse

Das Konzept “NaWi“-Klasse versteht sich als ein fächerübergreifendes Unterrichtsangebot mit Themen aus der Physik, Chemie und Biologie, die altersgemäß aufbereitet werden. Die Unterstützung und Förderung des „Forscherdranges“ und der Experimentierfreude sowie die Schulung der naturwissenschaftlichen Denk- und Arbeitsweise sind zentrale Ziele dieser Profilklasse im Rahmen der Erprobungsstufe.

Arbeitsgemeinschaften

Alle Schülerinnen und Schüler sind eingeladen, in Arbeitsgemeinschaften mitzuwirken und das Schulleben zu bereichern (Chor, Orchester, Sanitätsdienst, Schülerzeitung, Pausenhelfer, Akrobatik, Jugend forscht, Schüler experimentieren, Fußball u.a.).

Mittagspause und Nachmittagsbetreuung

In der Mittagspause haben die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, in unserer schönen Mensa eine warme Mahlzeit einzunehmen sowie an verschiedenen Sport- und Spielangeboten teilzunehmen. Von montags bis donnerstags ermöglichen zusätzlich verschiedene Arbeitsgemeinschaften sowie eine Hausaufgabenbetreuung die verlässliche Nachmittagsbetreuung bis 15.30 Uhr.

Ziel der Erprobungsstufe

Da die Klassen 5 und 6 eine pädagogische Einheit bilden, wird zwar am Ende des fünften Schuljahres am Gymnasium ein Zeugnis ausgestellt, die Schülerinnen und Schüler gehen jedoch ohne Versetzung von der Klasse 5 in die Klasse 6 über. Am Ende der Klasse 6 entscheidet die Versetzungskonferenz mit der Versetzung der Schülerinnen und Schüler in die Klasse 7 auch über deren Eignung für den weiteren Besuch des Gymnasiums. Kommt sie zu dem Ergebnis, dass ein Schulformwechsel empfohlen werden soll, werden die Erziehungsberechtigten sechs Wochen vor dem Versetzungstermin schriftlich benachrichtigt und es wird ihnen ein Beratungstermin angeboten.

Ansprechpartner für die Erprobungsstufe

Die Schülerinnen und Schüler werden von den jeweiligen Klassenleitungsteams und von Frau Claudia Kemper-Honcamp als Koordinatorin für die Erprobungsstufe am Goerdeler-Gymnasium begleitet.