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Religion, das Fach der großen Fragen

In den USA ist der Spruch „There are some questions Google can’t answer“ geläufig. Darum geht es im Religionsunterricht: gemeinsam Antworten auf die großen Fragen suchen, die sich eben nicht so einfach beantworten lassen.

Warum lebe ich? Woher komme ich? Wohin gehe ich? Hat mein Leben einen Sinn oder bin ich nur ein Produkt des Zufalls? Gibt es so etwas wie Gott oder das Göttliche, d.h. einen umfassenden Sinnzusammenhang, den ich erfahren und zu dem ich mich in Beziehung setzen kann? Was bedeutet dies alles für mein Handeln? Diese existenziellen Fragen stehen im Mittelpunkt aller Religionen.

Der Religionsunterricht greift diese Fragen auf, stellt Antworten des Christentums und der anderen Weltreligionen und Weltanschauungen vor und regt die Schülerinnen und Schüler zur Auseinandersetzung mit diesen Themen an. Der Religionsunterricht eröffnet somit die Möglichkeit, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen, sich in der pluralistischen Gesellschaft zu verorten und sich der eigenen Identität selbstständig gewiss zu werden. Die Beschäftigung mit unterschiedlichen Religionen und Weltanschauungen dient der existentiellen Verortung des jungen Menschen und ist daher wichtige Voraussetzung zur Orientierung in der Gegenwart. Der Religionsunterricht setzt sich zum Ziel,

  • die Bedeutung von Religion und Glaube im eigenen Leben und damit als Ausgangs- und Anknüpfungspunkt in der Herausbildung einer individuellen Identität deutlich erfahrbar zu machen.
  • das Bild vom Menschen und dessen Beziehung zum Nächsten und zur gottgegebenen Schöpfung ins Zentrum des Unterrichts zu stellen.
  • zu erarbeiten, wie wichtig religiöses Fragen nach Glück und Erfüllung für den Menschen in einer pluralistischen Gesellschaft und globalisierten Welt ist.
  • in einer Welt, in der im Kontext gesellschaftlicher Individualisierung und Pluralisierung unterschiedliche religiöse und weltanschauliche Haltungen nebeneinander existieren, eine kritische Toleranz und Urteilsfähigkeit aufzubauen.
  • einen wichtigen Beitrag zur Allgemeinbildung zu leisten, indem die Schüler grundlegende Mythen und Symbole unserer und anderer Kultur kennen und deuten lernen, ohne die ein tiefergehendes Verständnis von europäischer Kultur und die Perspektive eines interkulturellen Dialoges nicht möglich ist.

Sekundarstufe I

Curriculum Klassen 5-9

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Lehr- und Lernmittel

Evangelische Religionslehre

Die Fachschaft Ev. Religionslehre hat für die Sekundarstufe I das Lehrwerk „Moment mal!“ aus dem Klett-Verlag eingeführt. Darüber hinaus können zum jeweiligen Unterrichtsvorhaben passend ausgewählte zusätzliche Texte und Medien eingesetzt werden.

 

FS_Religion_Lehrwerk_ER_Momentmal

Katholische Religionslehre

Wir arbeiten in der Sekundarstufe I grundlegend mit dem Lehrwerk „mittendrin – Lernlandschaften Religion“ des Kösel-Verlages. Darüber hinaus können zum jeweiligen Unterrichtsvorhaben passend ausgewählte zusätzliche Texte und Medien eingesetzt werden. Für einzelne Unterrichtsvorhaben können auch die entsprechenden Bände aus der Reihe „Zeit der Freude“ oder „Treffpunkt Religion“ in Kursstärke entliehen werden.

FS_Religion_Lehrwerk_KR_mittendrin

Die Bibel

FS_Religion_BibelIm Fach Religion arbeiten wir von der Klasse 5 bis zum Abitur regelmäßig und kontinuierlich mit der Bibel. Deshalb ist es nach Auffassung der  Fachschaft Religion notwendig, dass jede(r) Schüler(in) eine Bibel besitzt. Wir wünschen uns, dass die Schüler und Schülerinnen auch dieses besondere Buch als „Arbeitsbuch“ verwenden können, indem sie Unterstreichungen machen, Hinweise und Gedanken notieren oder auch Registermarken einkleben dürfen.
Wenn zuhause bereits eine Ausgabe nach der Einheitsübersetzung vorhanden ist und diese für die Erarbeitung in der Schule freigeben wird, kann diese natürlich gerne verwendet werden.  Sollte dies nicht der Fall sein, bieten die Religionslehrkräfte im Laufe des fünften Schuljahres im Rahmen des Unterrichtsvorhabens zur Einführung in die Bibel eine Sammelbestellung an.

Falls keine Ausgabe zur Verwendung im Unterricht vorhanden ist und keine neue Bibel bestellt werden möchte,  können  wir die zeitlich begrenzte Ausleihe eines Exemplars aus der Lehrmittelbücherei unserer Schule anbieten.

Sekundarstufe II

Curriculum bis Abitur 2016

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Curriculum ab Abitur 2017

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Lehr- und Lernmittel

Evangelische und Katholische Religionslehre

Ein Lehrwerk für die Abdeckung der gesamten Einführungs- und Qualifikationsphase ist derzeit nicht eingeführt. Im Unterricht wird mit zum jeweiligen Unterrichtsvorhaben und zur Kompetenzerreichung passend ausgewählten Texten und Medien gearbeitet. Für einzelne Unterrichtsvorhaben können Themenhefte aus „Neue Akzente Religion“ und „Forum Religion“ in Kursstärke ausgeliehen werden. Darüber hinaus steht den Fachkollegen und den Schülern die Zeitschriftenreihe „Religion…betrifft uns“ zur Verfügung.

Leistungsbewertungskonzept

Das Leistungsbewertungskonzept haben wir in einer gesonderten Datei zusammengefasst, die Sie hier herunterladen können.

Lehrerinnen und Lehrer

Zurzeit unterrichten 8 Lehrerinnen und 5 Lehrer das Fach Religion am Goerdeler-Gymnasium. Hier sind die 13 Lehrkräfte im Überblick mit ihrem jeweiligen Zweitfach genannt.

Herr Baaske Katholische Religion, Geschichte
Frau Brinkmann Evangelische Religion, Kunst
Herr Dohmann Katholische Religion, Deutsch
Frau Duhe Katholische Religion, Musik
Herr Held Katholische Religion, Geschichte
Herr Hengesbach Katholische Religion, Englisch
Frau Kemper-Honcamp Evangelische Religion, Deutsch
Frau Lamberty-Freckmann Katholische Religion,  Deutsch
Frau Loddenkemper Katholische Religion, Englisch, Pädagogik, Philosophie
Herr Ortkemper Evangelische Religion, Geschichte
Frau Siebald Evangelische Religion, Deutsch
Frau Wagner Evangelische Religion, Russisch
Frau Ziemer Evangelische Religionslehre, Deutsch, Geschichte

Fachräume

Fachraum Religion

FS_Religion_Fachraum„Klein, aber fein!“ – Unser ansprechend gestalteter Fachraum Religion befindet sich im zweiten Obergeschoss des Gebäudes. Er ist mit klarer Linie eingerichtet, betont christliche Elemente und stellt Lernplakate zu Grundlagen des Faches und zum Land Israel dauerhaft aus. Zudem bietet er Platz für aktuelle Präsentationen von Schülerprojekten und zur geordneten Unterbringung von Lehrmaterialien und Bibelausgaben. Seine sehr gute technische Ausstattung ist Grundlage für einen zeitgemäßen und mediengestützten Unterricht.

Raum der Stille

„Wir müssen von Zeit zu Zeit eine Rast einlegen und warten bis uns unsere Seele wieder eingeholt hat.“

FS_Religion_RaumderStilleDiese indianische Weisheit setzten Oberstufenschüler des Goerdeler-Gymnasiums mit viel Engagement im Rahmen der Projektwoche „Unsere Schule soll schöner werden“ im Jahr 2005 in die Tat um. Sie schufen im Untergeschoss ihrer Schule einen liebevoll gestalteten „Raum der Stille“. Im Rahmen einer liturgischen Morgenfeier mit Pfarrer Hermann vom benachbarten Johanneszentrum wurde der Raum feierlich eingeweiht und den Schülerinnen und Schülern übergeben, um dort einen Ort jenseits von Trubel, Leistung und Stress zu finden.

Unsere Klassen und Gruppen können in ihren Religionsstunden, aber auch darüber hinaus, den Raum zu Meditationen und Ruhemomenten, zur Erfahrung von Atem und Bewegung, zu Themengesprächen oder auch szenischem Spiel und offenem Singen nutzen. Fernab vom normalen Klassenzimmer kann so Religion und Religiosität einmal anders erfahren werden.

Projekte

Engagement für Peru

Seit 1999 ist das Goerdeler-Gymnasium mit dem Westfalia-Kinderdorf in Cieneguilla (Peru) patenschaftlich verbunden.

Die Fachschaft Religion unterstützt diese „Patenschaft“ vor allem durch die Initiation und Organisation von Informationsveranstaltungen und Spendenaktionen:

  • Alle in den Einschulungs- und Abiturgottesdiensten erhobenen Kollekten sind für Peru bestimmt.

  • Einmal jährlich veranstalten wir die Aktion „1€ für Peru“, bei der alle Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie alle Mitarbeiter aufgerufen sind, einen kleinen Beitrag zu leisten.

  • Oft finden sich Religionskurse, die während dieses „Peru-Monates“ in den großen Pausen einen Waffelverkauf organisieren.

Diese kontinuierliche finanzielle Unterstützung des Kinderdorfes hat in den letzten Jahren die Realisierung vieler Projekte im Bereich Schulausbildung und Berufsausbildung mit ermöglicht. Auch in Zukunft wird uns die Einbindung des konkreten Helfens und der Hinwendung zum bedürftigen Nächsten in den Religionsunterricht ein zentrales Anliegen sein.

Tage religiöser Orientierung

Die Orientierungstage finden in der Jahrgangsstufe EF statt. Gemeinsam verbringen die Schülerinnen und Schüler vier Tage im Jugendhaus Hardehausen, um dort über die unterschiedlichsten Lebensthemen nachzudenken, sich auszutauschen und ihre Ideen und Gedanken kreativ zu gestalten. Ausgehend von der Lebenswirklichkeit Jugendlicher wollen Orientierungstage Hilfen zur Identitätsfindung und Persönlichkeitsbildung geben, soziales Lernen in der Gesellschaft unterstützen und zum Leben aus dem Glauben Anregungen geben. Inhaltlich  geht es in den Kursen um existentielle, religiöse, ethische und soziale Fragestellungen (z.B. Glaube, Sinnfrage, Gewalt, Wahrnehmung, Beziehungen, Identität…). Aus einem Angebot unterschiedlicher Themen können sich die Schülerinnen und Schüler für unterschiedliche Workshops entscheiden, in denen sie sich mit den Fragen persönlich auseinandersetzen und miteinander ins Gespräch kommen. Neben der inhaltlichen Beschäftigung mit den Themen spielt auch die kreative Umsetzung in einer konkreten Aktion (z.B. Theaterstück, Schwarzlicht-Szenen, Videofilm, Fotostory,…) eine wichtige Rolle.

Durchgeführt werden die Orientierungstage durch Leitungsteams der Bildungsstätten, die aus hauptberuflichen und ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen bestehen. Lehrerinnen und Lehrer unserer Schule begleiten die Schülerinnen zur Organisation des äußeren Rahmens und der Aufsicht in der Freizeit.

Die Teilnahme an den Orientierungstagen stellt eine wertvolle und über den Religionsunterricht hinausgehende Bereicherung des (Schul-)Lebens dar und ist ein Angebot für alle Schülerinnen und Schüler unabhängig von ihrer religiösen Zugehörigkeit. Sie fördern gerade zu Beginn der gymnasialen Oberstufe das Kennenlernen und einen respektvollen und vertrauten Umgang innerhalb der Jahrgangsstufe.

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