
Das Kreismuseum Wewelsburg und das Goerdeler-Gymnasium verbindet seit vielen Jahren eine vertrauensvolle und kontinuierliche Zusammenarbeit im Bereich der historisch-politischen Bildung. Diese Kooperation soll durch die vorliegende Vereinbarung Bildungspartner NRW „Gedenkstätte und Schule“ weiter gefestigt und perspektivisch ausgebaut werden.
Bereits regelmäßig besuchen die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen des Goerdeler-Gymnasiums die Gedenkstätte Wewelsburg im Rahmen des Unterrichts. Die Auseinandersetzung mit der Geschichte des Nationalsozialismus sowie mit Fragen von Erinnerungskultur, Demokratie und Menschenrechten stellt dabei einen festen Bestandteil des schulischen Bildungsauftrags dar. Darüber hinaus hat das Goerdeler-Gymnasium in der Vergangenheit die vom Kreismuseum konzipierte Ausstellung „Anpassung, Ausgrenzung, Instrumentalisierung. Fußball in der NS-Zeit“ erfolgreich an der Schule präsentiert und so historische Bildungsarbeit in den schulischen Raum getragen.
Als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ engagiert sich das Goerdeler-Gymnasium seit 2010 in besonderer Weise für Toleranz, Vielfalt und ein respektvolles Miteinander. Dieses Engagement wurde unter anderem durch die verantwortliche Leitung und Teilnahme am UNESCO-Camp in Wewelsburg im Herbst 2025 unterstrichen, bei dem sich Schüler:innen intensiv mit Fragen globaler Verantwortung und historischer Erinnerung auseinandersetzten.
Zukünftig soll die Zusammenarbeit weiter vertieft werden. Geplant ist insbesondere, die Gedenkstätte Wewelsburg verstärkt als außerschulischen Lernort für Projektkurse der gymnasialen Oberstufe zu nutzen. Damit sollen forschend-entdeckende Lernformen ermöglicht und eine nachhaltige Auseinandersetzung mit historischen und gesellschaftspolitischen Fragestellungen gefördert werden.
Ein weiterer Baustein der Kooperation ist die Ausleihe der Ausstellung „Haftgrund: § 175 – Vergessene Schicksale des KZ Niederhagen“ , die im Mai und Juni 2026 am Goerdeler-Gymnasium gezeigt werden soll. Die Ausstellung bietet einen wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung der Verfolgung homosexueller Menschen und eröffnet Anknüpfungspunkte für aktuelle Diskussionen zu Menschenrechten, Vielfalt und gesellschaftlicher Verantwortung.
Beide Institutionen verstehen diese Kooperation als langfristige Partnerschaft, die historisches Lernen, demokratische Bildung und gesellschaftliches Engagement fördert. Ziel ist es, Schüler:innen nachhaltige Lernerfahrungen zu ermöglichen und sie in ihrer Entwicklung zu verantwortungsbewussten, reflektierten und engagierten Mitgliedern der Gesellschaft zu stärken.
Text: S. Bauer
Foto: Kreismuseum Wewelsburg















