
Beim diesjährigen Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ waren die Projekte von Leni Becker und Kevin Cao (beide EF) erfolgreich: beide Forschungsarbeiten wurden mehrfach prämiert! Am Donnerstag, den 05. Februar traten sie zusammen mit 77 weiteren Teilnehmenden in zwei Alterskategorien mit insgesamt 44 Beiträgen aus den Kreisen Paderborn, Höxter und Soest zum Wettbewerb an.
Bevor am Nachmittag die Projekte der Öffentlichkeit vorgestellt wurden, waren sie im Paderborner Heinz-Nixdorf-Museumsforum vormittags bereits einer Fachjury präsentiert worden. Bewertet wurde dabei in den sieben Fachgebieten Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik und Technik.
In der Jugend forscht-AG unter Leitung von Dr. Michel hatten Leni und Kevin jeweils ihre eigene Fragestellung für ihr persönliches Forschungsprojekt entwickelt und diese dann in Form einer Projektarbeit untersucht.
Kevin Cao hat sich in seiner Arbeit „BioPatch – Entwicklung biologisch abbaubarer Wundpflaster aus pflanzlichen Materialien” mit der Frage beschäftigt, ob Pflanzen basierte Pflaster eine nachhaltige Alternative zu den Pflastern aus erdölbasierten Kunststoffen, die nur sehr schwer abbaubar sind, sein könnten. Dazu hat er sich mit Bambusblättern beschäftigt, das Blattmaterial aufbereitet, gereinigte Cellulose gewonnen und parallel einen pflanzlichen hautverträglichen Klebstoff entwickelt.
Sein Ziel ist es, herauszufinden, ob ein Pflanzen basiertes Pflaster technisch und praktisch eine echte nachhaltige Alternative darstellen kann und medizinischen Anforderungen genügt.
Für seine Arbeit erhält er den Sonderpreis für Ressourceneffizienz und Zirkularität durch das Bundesumweltministerium und den zweiten Preis im Fachgebiet Biologie.


Leni Becker hat bereits zum fünften Mal am Wettbewerb teilgenommen und ihre Forschungsarbeit aus dem Vorjahr weiterentwickelt.
Nachdem sie sich zuvor mit Mikroplastik in Paderborner Gewässern beschäftigt hatte nahm sie nun gezielt die Pader in den Blick. Sie entnahm an vier Punkten der Pader deutlich mehr Sedimentproben und verfeinerte ihre Untersuchungsmethoden. Die Probenvorbereitung erfolgte als Dichteseparation mit gesättigter Kaliumcarbonatlösung und durch Behandlung mit Wasserstoffperoxid. Die Proben färbte sie später mit Nilrot ein, um Mikroplastikpartikel durch mögliche Fluoreszenz unter UV-Strahlung sichtbar zu machen.
Für ihre Projektarbeit „Mikroplastik in der Pader?“ erhält sie den Sonderpreis „Umwelt” des LANUK und den Sertürner-Preis der Stadt Paderborn. Außerdem wurde sie mit dem zweiten Preis im Fachgebiet Chemie ausgezeichnet.


Herzlichen Glückwunsch zu diesen tollen Erfolgen – und weiterhin viel Freude, Entdeckergeist und Erfolg bei euren weiteren Projekten!
Text: N. Lamberty-Freckmann
Fotos: Dr. R. Michel
Zum Hintergrund:
Jugend forscht ist Deutschlands bekanntester Nachwuchswettbewerb. Ziel ist es, Jugendliche für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu begeistern, Talente zu finden und zu fördern. Teilnehmen können Jugendliche bis zum Alter von 21 Jahren. Wer mitmachen will, sucht sich selbst eine interessante Fragestellung für sein Forschungsprojekt.














