Im Rahmen unserer neuen Kooperation mit dem NRW-Technikum der Universität Paderborn (siehe hier) erhielten die Schülerinnen Angelina, Floe, Paula und Sena aus der Jahrgangsstufe Q1 am Donnerstag, den 22. Februar 2024 die Möglichkeit, am Workshop meet & do MINT teilzunehmen. Begleitet wurden sie von ihren Lehrkräften Frau Kemper und Herrn Bayerle. In der Veranstaltung bekamen sie die Chance, das Programm des NRW-Technikums näher kennenzulernen und live von Technikantinnen (Abiturientinnen, die aktuell am NRW-Technikum teilnehmen) zu erfahren, wie ein Studium im Allgemeinen abläuft, was es konkret bedeutet, ein MINT-Fach zu studieren und welche beruflichen Tätigkeiten man als Mathematikerin, (Wirtschafts-)Informatikerin, Physikerin, Chemikerin oder Ingenieurin ausüben kann.

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Von ihren Erfahrungen an diesem Tag berichten die Schülerinnen Floe und Sena:

„Für uns vier Schülerinnen des Goerdeler-Gymnasiums öffnete sich eine komplett neue Tür in die Welt der Technik und Naturwissenschaften der Universität Paderborn, als wir an einem Workshop des NRW-Technikums an der Universität Paderborn teilnehmen durften. Darin wurde uns unter anderem deutlich gemacht, was vor allem wir als Mädchen zukünftig für berufliche Möglichkeiten im MINT-Bereich haben. So erzählten uns nach einer kurzen Begrüßung und Vorstellung des NRW-Technikums, die teilnehmende Technikantinnen in Kleingruppen in Form eines lockeren Meet & Talk von ihrem Schnupperstudium sowie ihrem währenddessen ebenfalls absolvierten Praktikum in einer der Kooperationsfirmen und gaben uns somit einen ersten Einblick in den Studienalltag einer dualen MINT-Studentin. Danach folgte eine kurze Campusführung und ein sich daran anschließendes leckeres Mittagessen in der Mensa der Universität Paderborn, zu dem uns das NRW-Technikum eingeladen hatte. Nachmittags hieß es dann Meet & Do, eine dreistündige Praxisphase, in der wir Oberstufenschülerinnen gemeinsam mit den Technikantinnen unsere naturwissenschaftlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten unter Beweis stellen konnten. In gemischten Gruppen nahmen wir am Workshop des Schülerlabors coolMINT.paderborn zur Energieumwandlung von Windkraftanlagen teil, in dem wir gemeinsam einen Wettbewerb mit dem Ziel bestreiten sollten, das effektivste Rotorblatt mit dem höchsten Wirkungsgrad zu entwerfen und zu bauen. Als Vorbereitung auf diesen Wettbewerb testeten wir vorab mithilfe einer Experimentieranleitung unsere vor allem in der Schule angeeigneten Kompetenzen im MINT-Bereich. Dabei sollten wir beispielhaft in einer Aufgabe die Effektivität einer Windkraftanlage (WKA) maximieren, indem die optimale Belastung eines Generators bestimmt wird. Das vorliegende Problem war jedoch, dass die Belastung des Generators genau abgestimmt werden musste. Dabei erhielten wir tatkräftige Unterstützung durch die Technikantinnen, was dazu beitrug, die Aufgabe leichter zu bewältigen. Zum Schluss wurden uns wichtige Ausführungen für den Bau eines Rotorblattes erklärt und wir mussten in einer begrenzten Zeit skizzieren, schneiden und unseren Entwurf anpassen. Als die Zeit vorbei war, wurden die Rotorblätter jeder Kleingruppe getestet und die Gruppe mit dem höchsten Wirkungsgrad gewann.

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Zusammenfassend lässt sich sagen, dass wir durch die Teilnahme an dem Workshop des NRW-Technikums nun einen ganz anderen Blick auf das Leben nach dem Abitur haben. Wir haben herausgefunden, dass wir nach dem Abitur nicht sofort studieren oder eine Ausbildung absolvieren müssen, sondern auch die Möglichkeit haben, an Schnupperstudienprogrammen wie dem NRW-Technikum zur Unterstützung der eigenen Studien- und Berufswahl teilnehmen können, um ohne direktes Festlegen auf ein bestimmtes Studienfach und ohne Anrechnung auf unsere Studienzeit erst einmal ein Studium im MINT-Bereich ausprobieren und schauen zu können, wo die eigenen Interessen und Talente in diesem Berufsfeld liegen könnten. Die Teilnahme am Programm verdeutlichte uns ebenfalls, dass Frauen eine wichtige Rolle in den Berufen rund um Technik und Naturwissenschaften einnehmen und sich vor allem für uns Mädchen darin eine Vielzahl interessanter Themenfelder und gute Karrierechancen bieten. Der Tag an der Universität Paderborn war voller faszinierender Aktivitäten, wobei die Experimentierphase zusammen mit den Technikantinnen besonders unterhaltsam war. Wir konnten vielfältige Einblicke in die Studienwelt gewinnen und unser theoretisches Wissen in die Praxis umsetzen. Unser Dank gilt allen am Workshop-Tag Beteiligten!“

Text: Sena Bilik und Floe-Sophie Bunse (Q1), A. Kemper
Fotos: A. Kemper