
Anreisetag
Am Anreisetag unseres Erasmus-Austauschs nach Ibiza haben wir uns um 13 Uhr am Flughafen getroffen. Die Vorfreude auf die gemeinsame Woche war bei allen sehr groß und wir konnten es kaum erwarten, endlich loszufliegen. Um 15:30 Uhr startete unser Flug und gegen 18 Uhr kamen wir auf Ibiza an. Der Flug verlief sehr gut und die Stimmung war die ganze Zeit über entspannt und fröhlich.
Am Flughafen wurden wir anschließend freundlich von unseren Gastfamilien empfangen. Danach sind wir erst einmal nach Hause gefahren und haben gemeinsam zu Abend gegessen. Später haben wir uns wieder mit der ganzen Austauschgruppe getroffen und sind zusammen durch die Stadt spazieren gegangen. Die Austauschschülerinnen und Austauschschüler haben uns dabei die Innenstadt von Ibiza gezeigt und uns erste Eindrücke von der Stadt vermittelt.
Nach einem langen, aber sehr schönen Tag sind wir mit großer Vorfreude auf die kommende Woche nach Hause gegangen und schließlich schlafen gegangen.



Ses Salines / Playa Olympia
Ein Tag am Meer könnte so schön sein, doch wer den Blick senkt und die Augen offen hält, macht eine erschreckende Entdeckung. Im Rahmen unserer aktuellen Untersuchung haben wir uns genau angeschaut, was an den Küstenabschnitten im Sand landet. Das Ergebnis ist ein trauriger Querschnitt durch unsere Konsumgesellschaft: Zwischen den Muscheln und dem Treibholz finden sich Unmengen an Plastik, Verpackungsmaterial und unzähligen Zigarettenstummeln. Besonders tückisch ist das Glas, das Glas, das teilweise scharfkantig in der Brandung liegt und nicht nur für Tiere, sondern auch für uns Menschen zur Gefahr wird.
Dabei lässt sich ein klares Muster erkennen, wo die Verschmutzung am schlimmsten ist. Die größten Müllansammlungen finden wir dort, wo sich viele Menschen aufhalten und direkt am Wasser essen und trinken. Das Problem entsteht oft durch einen Kreislauf aus Bequemlichkeit und Naturkräften: Was Menschen achtlos am Strand zurücklassen, wird durch den Wind verteilt oder direkt von der nächsten Flut ins Meer gezogen. Einmal im Wasser, wird der Müll zu einem globalen Problem, da er durch die Strömungen weitertransportiert wird.
Die Gründe für dieses Problem sind vielfältig. Oft fehlt es Besucherinnen und Besuchern an der nötigen Disziplin, doch wir haben auch festgestellt, dass die Infrastruktur vor Ort nicht immer ausreicht. Wenn Mülleimer fehlen oder bereits überquellen, gelangt der Abfall besonders leicht in die Umwelt.



Unsere Lösungen liegen auf der Hand: Wir fordern mehr Mülleimer an den Hotspots, eine bessere Kontrolle der bestehenden Regeln und vor allem mehr Aufklärung für alle Strandbesucherinnen und Strandbesucher. Es reicht nicht aus, nur Verbote auszustellen; wir müssen verstehen, welchen Schaden bereits eine einzige Plastiktüte im Meer anrichten kann. Auch wir als Schule können einen Beitrag leisten, indem wir regelmäßig Clean-up-Aktionen organisieren und mit gutem Beispiel vorangehen. Denn am Ende des Tages gilt: Der sauberste Strand ist der, an dem gar kein Müll weggeworfen wird.
Dalt Vila
Am zweiten Tag des Austauschs stand ein Besuch in Dalt Vila auf dem Programm, der historischen Altstadt Ibizas, die auf einem Hügel liegt und von gut erhaltenen Festungsmauern umgeben ist. Beim Rundgang durch die schmalen Gassen wurde deutlich, weshalb dieser Stadtteil zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört: Die Architektur, die besondere Atmosphäre und die Aussicht auf das Meer machen ihn zu einem zentralen kulturellen und touristischen Anziehungspunkt der Insel.
Im Rahmen der Führung wurde erläutert, welche Bedeutung Dalt Vila für die Geschichte Ibizas hat und warum jedes Jahr zahlreiche Besucherinnen und Besucher diesen Ort aufsuchen. Zudem wurde auf die Notwendigkeit eines verantwortungsvollen Umgangs hingewiesen. Dazu zählt, keinen Müll zu hinterlassen, historische Gebäude nicht zu beschädigen und die Anwohnerinnen und Anwohner zu respektieren.




Formentera
Im Rahmen unseres Austauschs hatten wir die Möglichkeit, einige Tage auf der Baleareninsel Formentera zu verbringen. Die kleine Insel im Mittelmeer ist bekannt für ihre traumhaften Strände, das klare Wasser und ihre ruhige Atmosphäre. Besonders beeindruckend war, wie wichtig dort der Schutz der Natur und ein nachhaltiger Tourismus sind.
Auf Formentera gibt es verschiedene Projekte zum Schutz der Umwelt. Ein Beispiel ist das Projekt „BeBlue IMG Care Project“. Dieses Projekt setzt sich für den Schutz des Mittelmeers ein und fördert Forschung sowie Umweltbildung. Ziel ist es, die Überfischung zu reduzieren, geschützte Meeresgebiete zu schaffen und Menschen für einen respektvollen Umgang mit der Natur zu sensibilisieren.
Außerdem arbeitet die Organisation „Nature and People Foundation“ gemeinsam mit Baleària an einem neuen Aufforstungsprojekt. Dabei sollen hunderttausende Bäume gepflanzt werden, um die Biodiversität der Insel zu stärken und die Durchschnittstemperatur langfristig um bis zu drei Grad zu senken.
Die Strände auf Formentera sind sehr sauber und gepflegt. Es gibt Mülleimer, allerdings nicht überall. Deshalb nehmen viele Besucherinnen und Besucher ihren Müll wieder mit, wenn kein Abfalleimer in der Nähe ist. Zusätzlich reinigen Mitarbeitende täglich die Strände und sorgen dafür, dass die Natur geschützt bleibt.
An vielen Orten stehen Schilder mit Regeln für Touristinnen und Touristen. Es ist verboten, Müll am Strand liegen zu lassen oder Pflanzen und Tiere zu beschädigen. Besonders die Dünen stehen unter Schutz, weil sie sehr empfindlich und wichtig für das Ökosystem sind. Das Meerwasser rund um die Insel ist außergewöhnlich sauber, da große Teile der Küste geschützt werden.
Während unseres Aufenthalts haben wir auch über die Unterschiede zwischen Ibiza und Formentera gesprochen. Ibiza ist weltweit für sein Nachtleben und seine großen Partys bekannt. Dort gibt es viele Hotels, Clubs und deutlich mehr Tourismus. Dadurch ist die Insel oft voller und lauter.
Formentera dagegen wirkt ruhiger und entspannter. Die Insel setzt stärker auf nachhaltigen Tourismus und Naturschutz. Es gibt weniger Hotelanlagen und viele Städte wirken natürlicher und weniger überlaufen.
Der Aufenthalt auf Formentera war eine besondere Erfahrung. Die Insel zeigt, dass Tourismus und Naturschutz miteinander verbunden werden können. Vor allem die sauberen Strände, die Ruhe und die vielen Umweltprojekte haben unseren Austausch zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht.




Nachhaltiger Tourismus auf Ibiza
Während unseres Schüleraustauschs nach Ibiza haben wir uns intensiv mit dem Thema nachhaltiger Tourismus beschäftigt. Für uns bedeutet nachhaltiger Tourismus, verantwortungsvoll zu reisen, die Umwelt zu schützen sowie die Kultur und die Menschen vor Ort zu respektieren. Außerdem finden wir es wichtig, lokale Geschäfte, Restaurants und kleine Unternehmen zu unterstützen, damit auch die Einwohnerinnen und Einwohner vom Tourismus profitieren können.
Während unseres Aufenthalts haben wir jedoch auch gesehen, welche Probleme der starke Tourismus besonders in den Sommermonaten verursacht. Durch die große Anzahl an Besucherinnen und Besuchern entstehen viel Müll, Wasserknappheit und Lärm. Zudem steigen die Preise für Wohnungen, Lebensmittel und andere Dinge des täglichen Lebens, was für viele Einheimische schwierig ist.
Deshalb sollte der Tourismus auf Ibiza besser geregelt werden. Mehr öffentliche Verkehrsmittel, strengere Umweltregeln und eine stärkere Förderung von Reisen außerhalb der Hauptsaison könnten helfen, die Insel langfristig zu schützen.
In den Familien
In den Gastfamilien haben wir uns sehr wohlgefühlt und wurden herzlich aufgenommen. Sie haben uns gut in ihren Familienalltag integriert und uns viele ihrer Gewohnheiten gezeigt, die sich teilweise von unseren unterscheiden.
Sie haben uns regelmäßig typisch spanisches Essen angeboten, zum Beispiel Brot mit Öl, Nísperos und vieles mehr. Generell wird das Essen dort mit deutlich mehr Öl serviert, als es bei uns üblich ist.
Da Ibiza geografisch relativ weit von Deutschland entfernt ist, ist es logisch, dass die Menschen dort – obwohl sie dieselbe Uhrzeit wie wir haben – einen merkbar anderen Lebensrhythmus besitzen. Sie stehen später auf und gehen später ins Bett, auch die Essenszeiten unterscheiden sich deutlich von unseren.
Text/Fotos: Projektkurs Spanisch Q1



















